Perserkriege (490-449/448 v. Chr.)

Zwischen 500 und 494 v. Chr. kam es zum Ionischen Aufstand, bei dem sich griechische Tochterstädte gegen die Unterdrückung durch das Perserreich erhoben.

Weil Athen die griechischen Städte unterstützt hatte, kam es ab 490 v. Chr. zu den Perserkriegen, die wohl erst mit dem Kalliasfrieden 449/448 v. Chr. endgültig beigelegt wurden.


Ionischer Aufstand

Ausgehend von der Stadt Milet und angestachelt durch die Mutterstadt Athen lehnten sich die griechischen Kolonien in Kleinasien und Zypern ab 500 v. Chr. im Ionischen Aufstand gegen die Unterdrückung durch das Perserreich auf.

  • Sie hatten Tribut zahlen und Soldaten bereitstellen müssen
  • Handel war durch persische Kriege bedroht

→ Perser schlagen Aufstand nieder und zerstören Milet

Auf dieser Karte sieht man links die griechischen Stadtstaaten, rechts das Perserreich und mit gelben Kreisen markiert die Kolonien.
Griechische Kolonien (gelb umkreist) im Ionischen Aufstand

Strafexpedition unter Dareios I.

Nachdem Athen die griechischen Siedlungen im Ionischen Aufstand unterstützt hatte, rief der persische Großkönig Dareios I. 490 v. Chr. zur Strafexpedition auf.

  • Entsendung einer persischen Flotte und eines Landheers
  • Niederlage der Perser in Schlacht bei Marathon

→ Die Perser zogen sich zurück und Athen gewann neues Selbstvertrauen als machtvolle Polis

Auf diesem Bild seht ihr eine Zeichnung des persischen Großkönigs Dareios I.
Dareios I., Persischer Großkönig By August Baumeister, Public domain, via Wikimedia Commons

Invasion des Xerxes

480 bis 479 v. Chr. unternahm Dareios‘ Sohn Xerxes einen erneuten Versuch, die griechischen Poleis zu erobern.

Dafür rückte er mit einem 200.000 Mann starken Heer und über 600 Schiffen an.

  • Schlacht bei den Thermopylen (480 v. Chr.): Sieg der überlegenen Perser gegen griechisches Heer unter Führung des Spartanerkönigs Leonidas I.
  • Perser eroberten, plünderten und zerstörten Athen

→ Die Athener hatten nur über das Wasser eine Chance und schlugen die Perser mit der siegreichen Seeschlacht bei Salamis (479 v. Chr.) in die Flucht.

Auf diesem Bild seht ihr eine Darstellung der Seeschlacht bei Salamis vom Maler Wilhelm von Kaulbach aus dem Jahr 1868
Seeschlacht bei Salamis (479 v. Chr.), Xerxes oben links auf dem Thron, Darstellung von Wilhelm von Kaulbach (1868) By Wilhelm von Kaulbach, Public domain, via Wikimedia Commons

Auswirkungen

Auch wenn die Perser sich nach der Seeschlacht bei Salamis zurückzogen, kam es wohl erst 449/ 448 v. Chr. zum offiziellen Kalliasfrieden zwischen den Griechen und den Persern (es gibt hier nicht ganz verlässliche Quellen).

  • Griechische Unabhängigkeit wurde gesichert, Selbstvertrauen gestärkt
  • Athen wurde zur Seemacht

→ Auch die Attische Demokratie setzte sich nach den überwundenen Angriffen der Perser durch.


Sidefact

Der Marathonlauf hat seinen Ursprung in den Perserkriegen. Demnach soll der Bote mit der Siegesmeldung der Griechen bei Marathon ins 40 Kilometer entfernte Athen gelaufen sein. Diese Anstrengung soll er mit dem Leben bezahlt haben.

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