Nervenzellen

Wusstest du, dass du Nervenbahnen in deinem Körper hast, die zusammen ungefähr fünf Kilometer lang sind? Nervenzellen sind einer der wichtigsten Zellarten in unserem Körper. Durch sie stehen Zellen in unserem Körper in Verbindung und wir können die Umwelt wahrnehmen. Deshalb sind Nervenzellen ein sehr wichtigs Thema, was dir wahrscheinlich öfter über den Weg laufen wird.

simpleclub hilft dir, alles wichtige zu den Nervenzellen zu verstehen.

Nervenzelle einfach erklärt

Nervenzellen gehören zu einer eigene Zellart. Sie sind so spezialisiert, dass sie in allen vielzelligen Lebewesen vorkommen.

Mithilfe der Nervenzellen können wir unsere Umwelt wahrnehmen. Sie sorgen dafür, dass alle Eindrücke, die wir über die Sinnesorgane wahrnehmen an unser Gehirn weitergeleitet werden. Dieser Prozess funktioniert aber auch andersherum. Das Gehirn kann beispielsweise Informationen über Nervenzellen an unsere Muskeln weiterleitet, wodurch wir uns bewegen können.

Man unterscheidet zwischen myelenisierten und unmyelenisierten Nervenzellen. Myelenisierte Nervenzellen haben quasi eine isolierte Leitung, wodurch Informationen schneller von einer Zelle zur anderen geleitet werden. Über die Dendriten nehmen Nervenzelle Informationen als elektrischer Reiz auf. Über die synaptischen Endknöpfchen wird der Reiz an eine andere Zelle weitergegeben.

Nervenzelle Definition

Nervenzellen sind für die Reizweiterleitung, also die Informationsverarbeitung über das Nervensystem verantwortlich.


Nervenzelle Allgemein

Zu den Aufgaben der Nervenzelle gehört es, Informationen zu empfangen, zu verarbeiten und weiterzuleiten.

Nervenzelle Aufbau

Dendriten

  • Kontaktstellen zu anderen Nervenzellen
  • Sie empfangen Reize (Informationen) von anderen Zellen

Soma

  • Zellkörper
  • Hier liegt der Zellkern und andere Zellbestandteile

Axonhügel

  • Übergang zwischen Axon und Soma
  • Hier summieren sich ankommende Reize, d.h. Aktionspotentiale werden hier gebildet

Axon

  • Langer Fortsatz
  • Kann isoliert (myelinisiert) aber auch unisoliert (myelinlos) sein
  • Dient der Reizweiterleitung

Synaptisches Endknöpfchen

  • Am Ende der Nervenzellen
  • Die Erregungen werden hier in chemische Signale umgewandelt
  • Erregungen werden von hier an die nächste Nervenzelle oder andere Zellen (Sinneszelle, Muskelzelle, Drüsenzelle) weitergegeben
Die Nervenzelle besteht auf Dendriten und dem Axon. Über das synpatische Endknöpfchen sind Nervenzellen miteinander verbunden. Mittig der Nervenzelle liegen die Schwannschen Zellen. Das sind die isolierten Bereiche der Nervenzelle, die mit einer Myelinschicht überzogen sind. Sie sind wie Perlen einer Perlenkette auf den Mittelteil der Nervenzelle aufgezogen. Zwischen den Schwannschen Zellen liegen die Ranvierschen Schnürringe. Sie sind unisoliert.

Das Myelin umgibt die Schwannschen Zellen. Das ist quasi das Isolierband der Nervenzelle. Zwischen den Myelinscheiden liegt der Ranviersche Schnürring. Hier ist die Zelle nicht isoliert.

Wenn die Nervenzelle isoliert kann das Signal von Lücke zur Lücke (Ranvierscher Schnürring) springen und ist somit schneller.

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Reizleitung in Nervenzellen

  • Der Reiz kommt über die Dendriten an der Nervenzelle an
  • Über den Axonhügel können mehrere eingetroffene Signale summiert und weitergegeben werden
  • Der Reiz wandert über das Axon
  • Bei mylenisierten Axonen springt er von Schnürring zu Schnürring
  • Am synaptischen Endknöpfchen wird der Reiz mithilfe von bestimmten Botenstoffen an andere Zellen weitergegeben

Chemische Reizweiterleitung

Die Reizweiterleitung am synaptischen Endknöpfchen wird chemische Reizweiterleitung genannt.

Das liegt daran, da bei der Reizübertragung chemische Botenstoffe (Transmitter) freigesetzt werden. Diese wandern dann zu den Dendriten einer anderen Nervenzelle. Dadurch können sich bestimmte Kanäle öffen, sodass der Reiz weitergeleitet werden kann.

Das ganze funktioniert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. D.h. die Transmitter können nur an ganz bestimmten Kanälen anbinden.

Schiebe den Regler.

Sinneszellen

Bevor ein Reiz weitergegeben werden kann, muss über andere Zellen erst mal ein Reiz wahrgenommen werden.

Das geschieht durch die sogenannten Sinneszellen. Sie sind in der Lage mechanische oder chemische Signale in einen Reiz umzuwandeln.

Die Sinneszellen liegen in den Sinnesorganen. Also beispielsweise in Haut, Augen oder Mund.

So können Berührungen, Gerüche oder ähnliches wahrgenommen und über die Nervenzellen weitergegeben werden.

Nervenzelle Zusammenfassung

Nervenzellen sind spezialisierte Zellen, die Sinneseindrücke wahrnehmen und verarbeiten. Außerdem leiten sie Reize und Informationen in unserem Körper weiter.

Dazu werden die Wahrnehmungen der Sinnesorgane (Auge, Nase, Ohren, Haut, Mund) in den Nervenzellen in elektrische Signale umgewandelt. Diese Reize können dann, wie in einer Stromleitung durch die Nervenzellen weitergeben werden.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Nervenzellen:

  • Myelenisierten Nervenzellen: Isoliert, schnellere Reizleitung durch saltatorische Erregungsleitung (Reize springen von einem Ranvierschen Schnürring zum nächsten)
  • Unmyelenisierte Nervenzellen: Unisoliert, langsamere Leitung, kontinuierliche Erregungsleitung (Reiz muss das gesamte Axon durchlaufen

Bei der chemischen Reizleitung werden zusätzlich Transmitter benötigt. Der wichtigste Transmitter hierbei ist Acetylcholin. Wenn ein elektrisches Signal an der Synapse ankommt, werden diese Transmitter frei. Sie sorgen dafür, dass an der anderen Nervenzelle transmittergesteuerte Kanäle* öffnen (Schlüssel-Schloss-Prinzip) und der Reiz an benachbarte Zellen weitergegeben werden kann.

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