Befruchtung

Die Befruchtung ist die Grundlage für eine Schwangerschaft und ein wichtiger Vorgang im Körper der Frau. Hier treffen Eizelle und Spermium aufeinander, verschmelzen und nisten sich in der Gebärmutter ein.

Aber wie funktioniert die Befruchtung überhaupt und wie nistet sich die befruchtete Eizelle im Körper der Frau ein?

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Befruchtung einfach erklärt

Während des Eisprungs springt eine Eizelle von den Eierstöcken der Frau in den Eileiter. Wenn Spermien in dieser Zeit auf die Eizelle der Frau im Eileiter treffen, kommt es zur Befruchtung. Die Spermien durchbrechen die Hülle der Eizelle und beide verschmelzen. Die befruchtete Eizelle teilt sich dann mehrmals und wandert im Eileiter zur Gebärmutter. Dort in der Gebärmutter nistet sie sich ein und es kommt zur Schwangerschaft.

Befruchtung Definition

Befruchtung ist das Verschmelzen von einer weiblichen Eizelle mit einer männlichen Spermienzelle. Eizelle und Spermienzellen sind Keimzellen. Diese Befruchtung passiert in der Phase des Eisprungs.


Befruchtung Allgemein

Die Befruchtung ist die Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Jeden Monat, in der Phase des Eisprungs, platzt ein Eibläschen. In den Eibläschen wachsen Eizelllen heran. Durch das Platzen des Eibläschens springt die reife Eizelle, von den Eierstöcken in den Eileiter. Sobald die reife Eizelle im Eileiter angekommen ist, kann sie befruchtet werden. Kommt ein Spermium in diesem Moment zur Eizelle, verschmelzen die beiden und die Befruchtung findet statt. Diese befruchtete Eizelle, teilt sich mehrmals und wandert währenddessen durch den Eileiter zur Gebärmutter.

Vom Eisprung zur Befruchtung

Den Eisprung findet man ca. um den 13.-16. Tag des Zyklus. Das kann aber von Frau zu Frau unterschiedlich sein.

Beim Eisprung platzt das Bläschen und springt von einem Eierstock in den Eileiter. Der Eisprung wird durch den Anstieg eines Hormons ausgelöst. Hier kann eine Befruchtung stattfinden, da die reife Eizelle im Eileiter ist. Sie wird zur Gebärmutter transportiert. Haben Mann und Frau in dieser Zeit Geschlechtsverkehr und schafft es ein Spermium bis in den Eileiter der Frau, treffen Spermium und Eizelle aufeinander. Die Befruchtung findet statt. Das Spermium setzt bestimmte Enzyme frei. Mithilfe dieser Enzyme kann es die Schutzhülle der Eizelle durchdringen und mit ihr verschmelzen.

Die Eizelle hat 23 Chromosomen und das Spermium ebenso 23 Chromosomen. Wenn die beiden miteinander verschmelzen entsteht ein vollständiger Chromosomensatz von 46 Chromosomen.

Von der Befruchtung bis zur Schwangerschaft

Sobald die Eizelle befruchtet ist, wandert sie von dem Eileiter in Richtung Gebärmutter und teilt sich währenddessen mehrmals. Schon am Tag nach der Befruchtung teilt sie sich zum ersten Mal. Die befruchtete Eizelle (auch Zygote genannt) teilt sich und es entsteht die Morula (aus 8-32 Zellen). Nach ca. fünf Tagen, besteht sie schon aus 100 Zellen. Dann wird sie Blastozyste genannt. Diese Blastozyste nistet sich dann in der Gebärmutter ein. Diese Blastozyste wird auch Keimblase genannt.

Durch die Hormonausschüttung wurde die Gebärmutter in der Gelbkörperphase des Menstruationszyklus schon auf eine Einnistung vorbereitet. Die Gebärmutterschleimhaut ist dicker.

Eine Schwangerschaft beginnt.

Eileiterschwangerschaft

Bei der Einnistung der Eizelle kann es zu Problemen kommen. Und zwar, wenn sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter einnistet. Das passiert, wenn der Eileiter nicht frei ist. Ursachen dafür können Verklebungen, Narben und Verwachsungen sein. Dadurch, dass die befruchtete Eizelle nicht durch die Verklebung wandern kann, nistet sie sich im Eileiter ein und ein Embryo wächst dort. Der Raum ist aber viel zu klein für ein wachsendes Baby. Somit entstehen lebensgefährliche Komplikationen. Der Eileiter kann reißen und es kommt zu schweren Blutungen im Bauchraum. Die Frau kann dann sterben. Es ist deshalb wichtig, Eileiterschwangerschaften rechtzeitig zu erkennen und zu operieren.

Eileiterschwangerschaft.

Künstliche Befruchtung

Neben der natürlichen Befruchtung gibt es noch die künstliche Befruchtung.

Künstliche Befruchtung ist die Herbeiführung einer Befruchtung außerhalb des menschlichen Körpers, im Reagenzglas oder mithilfe technischer Unterstützung.

Diese Methoden werden angewendet, wenn ein Paar auf natürliche Weise keine Kinder kriegen kann. Es gibt verschiedene Methoden bei der künstlichen Befruchtung. Welches Verfahren im Falle einer Unfruchtbarkeit am sinnvollsten ist, hängt von der individuellen Situation ab. Es gibt folgende Methoden:

  • Insemination
  • In-vitro-Fertilization (IVF)
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
  • Intratubarer Gametentransfer

Insemination

Die Samenzellen werden direkt mithilfe einer Spritze oder über einen weichen Katheter in die Gebärmutter (intrauterin), den Gebärmutterhals (intrazervikal) oder den Eileiter (intratubar) gespritzt.

In-vitro-Fertilization (IVF)

Die In-vitro-Fertilization ist die Befruchtung im Reagenzglas. Die befruchtungsfähigen Eizellen werden der Frau entnommen und in Nährlösung gegeben. Es erfolgt die Befruchtung mit Samenzellen des Partners.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Diese Methode bietet sich an, wenn der männliche Partner zu wenig Samenzellen in seinem Ejakulat, eine schlechte Spermienbeweglichkeit oder einen Verschluss der Samenwege hat. Aus dem Ejakulat oder operativ aus den Hoden oder Nebenhoden gewonnene Samenzellen werden direkt in die weibliche Eizelle injiziert.

Intratubarer Gametentransfer

Die Methode ist eine Mischform aus Insemination und In-vitro-Fertilisation Die gewonnenen Eizellen und Samenzellen werden getrennt voneinander in einen Eileiter eingespült.

Interessantes zur Befruchtung

Hier ein paar interessante Fakten zur Befruchtung:

  • Es ist möglich, dass eine Eizelle gleichzeitig von zwei Spermien befruchtet wird. Daraufhin folgt eine Schwangerschaft und es entstehen Zwillinge.
  • Die ideale Zeit für eine Befruchtung beginnt zwei Tage vor dem Eisprung und endet am Tag nach dem Eisprung.
  • Spermien sind beweglich, aber sie brauchen Hilfe, um bis zur Eizelle zu kommen. Der Schleim am Gebärmutterhals hilft ihnen, indem er sie mit Zuckerstoffen anreichert.
  • Mehr als die Hälfte der Spermien biegt in den falschen Eileiter ab. Nämlich der, der keine reife Eizelle bereitstellt.
  • Es ist nicht das "schnellste" Spermium, das gewinnt, sondern die Eizelle wählt es sozusagen aus. Sie schickt Lockstoffe aus, auf die ein Spermium besonders stark reagiert.
  • Der Vorrat an weiblichen Eizellen ist begrenzt. Frauen können keine neuen Eizellen produzieren. Sie kommen mit einer festen Anzahl an Eizellen zur Welt.
  • Jedes fünfte Paar probiert über ein Jahr, schwanger zu werden.

Zusammenfassung Befruchtung

Befruchtung ist das Verschmelzen von einer weiblichen Eizelle mit einer männlichen Spermienzelle. Eizelle und Spermienzellen sind Keimzellen. Diese Befruchtung passiert in der Phase des Eisprungs.

Während des Eisprungs springt eine reife Eizelle aus einem Eierstock in den Eileiter. Trifft sie auf ein Spermium, verschmelzen die beiden, nachdem das Spermium mithilfe von Enzymen die Kapsel der Eizelle durchdrungen hat.

Sobald die Eizelle befruchtet ist, wandert sie von dem Eileiter in Richtung Gebärmutter und teilt sich währenddessen mehrmals. In der Gebärmutter angekommen, nistet sich die befruchtete Eizelle, auch Keimblase genannt, in die Gebärmutterwand ein. Es kommt zur Schwangerschaft.

Wenn keine natürliche Befruchtung möglich ist, gibt es verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung. Dazu gehören die Insemination, die In-vitro-Fertilization (IVF), die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) und der Intratubare Gametentransfer.

Bei Verklebungen im Eileiter, kann es zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. Im schlimmsten Fall führt diese zu starken Blutungen und die Frau kann sterben. Deshalb ist es wichtig eine Eileiterschwangerschaft frühzeitig zu erkennen.

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