Diabetes mellitus wird auch Zuckerkrankheit genannt. Hier ist der Zuckerstoffwechsel gestört. Man unterscheidet zwei Formen von Diabetes Mellitus, das sind Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes.
Beschwerden
Leute die Diabetes mellitus haben, haben meistens folgende Beschwerden:
- Sehr starkes Durstgefühl
- Verstärkter Harndrang
- Schlecht heilende Wunden
- Juckende Haut
- Häufige Infektionen
- Gewichtsverlust
- Müdigkeit
Wenn der Blutzuckerspiegel extrem hoch ist, droht ein Koma das lebensgefährlich ist.
Typ-1-Diabetes
Beim Typ-1-Diabetes kann die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produzieren. Insulin wird gebraucht, um den Blutzucker in den Zellen aufzunehmen.
Dadurch, dass die Zellen nicht genug Insulin produzieren, kann der Zucker nicht in den Zellen aufgenommen werden, und der Blutzucker im Blut steigt immer mehr an.
Dieser Typ wird oft vor dem 40. Lebensjahr diagnostiziert.
Mechanismus
Aber wie genau werden die Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört?
Körpereigene Abwehrsysteme greifen die Zellen der Bauchspeicheldrüse an, in denen Insulin produziert wird. Genauer gesagt, werden die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Somit kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr bilden und der Blutzucker steigt immer weiter.
Behandlung
Die Betroffenen müssen regelmäßig ihren Blutzucker messen. Sie können sich Insulin spritzen, das künstlich hergestellt wird, um ihren Blutzuckerspiegel zu senken.
Typ-2-Diabetes
Bei diesem Typ von Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse normal Insulin. Insulinrezeptoren reagieren jedoch nicht mehr so stark darauf, und die Zellen nehmen den Blutzucker nicht mehr richtig auf (Insulinresistenz).
Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form des Diabetes.
Mechanismus
Das entsteht dadurch, dass Insulin über einen längeren Zeitraum in hoher Konzentration vorliegt. Ein ungesunder Lebensstil führt oft zu dieser Krankheit.
Dadurch, dass vemehrt Zucker im Blut ist, wird dauerhaft Insulin ausgeschüttet.
Behandlung
Dieser Typ wird als Erstes mit einer Lebensstilveränderung und Verhaltensänderung behandelt (Ernährung, Bewegung).
Bekommt der Erkrankte es so nicht in den Griff, braucht er eine Therapie mit Insulin.
Folgen
Durch die chronische Erhöhung des Blutzuckers kann es zu folgenden Folgen kommen:
- Verkalkungen der Gefäße
- Hohes Herzinfarkt Risiko
- Beeinträchtigung des Sehvermögens (kleine Gefäße der Netzhaut betroffen) bis zur Erblindung
Wusstest du?
In der Antike konnte man die Krankheit so feststellen, indem man eine Geschmacksprobe des Urins genommen hat. Der Urin schmeckte süß und man sprach von “honigsüßen Durchfluss”.